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Aufgrund der aktuellen Lage, fand der Gemeinsam für Leipzig Neujahrsempfang 2022
und die damit verbundene 17. Verleihung der Leipziger Lerche, am 28.01.2022 online über einen LIVE-Stream statt.

Tradition wird bei Gemeinsam für Leipzig, dem Unternehmerverein aus der Messestadt, seit jeher großgeschrieben.

Gemeinsam für Leipzig verleiht die „Leipziger Lerche 2021“ an Ludwig Koehne, Kirow Ardelt GmbH

 

Niemand hätte gedacht, dass im vergangenen Jahr eine Tradition begründet wurde, die sich in diesem Jahr fortsetzt: ein Neujahrsempfang mit Preisverleihung, der online stattfindet. Die Pandemie macht es möglich. In diesem Jahr fand die Verleihung des Unternehmerpreises „Leipziger Lerche“, der bereits zum 17. Mal vergeben wird, erneut mit nur sehr wenigen Ehrengästen in der LVZ-Kuppel statt. Sie wurde live per Stream übertragen. Die Vereinsmitglieder konnten sie bequem zu Hause am Computer verfolgen.

Der Preisträger hat sowohl mit Technik als auch mit Tradition zu tun. Die Kirow Ardelt GmbH ist Weltmarktführer bei der Herstellung von Eisenbahnkränen und wurde bereits 1880 in der Messestadt gegründet. In seinem Grußwort stellte Dr. Mathias Reuschel, Präsident von Gemeinsam für Leipzig, fest, dass die Leipziger Unternehmer die Corona-Pandemie nicht nur angenommen sondern, zumindest zum Teil, auch bewältigt haben. So sei die Messestadt überraschend gut durch das Pandemiejahr 2021 gekommen. Sie konnte die höchsten Gewerbesteuereinnahmen seit der Wende verzeichnen und die Zahl der Arbeitslosen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 10% ab. Natürlich wird es auch nach der überstandenen Pandemie noch Probleme geben. Dr. Reuschel nannte hier insbesondere die steigenden Energiekosten und den Fachkräftemangel. Zu deren Lösung forderte er von den Politikern Sachpolitik und keine Parteipolitik. Die Unternehmer forderte er zum Handeln auf – gemeinsam für Leipzig.

Der sächsische Staatsminister für Wissenschaft, Sebastian Gemkow, machte sich in seinem Grußwort Sorgen um die Sicherheitslage in Europa und der Welt und deren Auswirkungen auf die sächsische Wirtschaft. Er hatte jedoch auch Grund für Zuversicht und Optimismus. Der Freistaat Sachsen soll zwei neue Forschungszentren bekommen, von denen eins in Leipzig entstehen soll. Anschließend beglückwünschte Oberbürgermeister Burkhard Jung den Verein Gemeinsam für Leipzig zu seinem 20jährigen Bestehen und dankte seinen Mitgliedern für deren Engagement. Er blickte auf das vergangene Jahr zurück, betonte, wie gut es trotz der Pandemie für Leipzig gelaufen sei und hoffte, dass es in diesem Jahr weiter nach vorn geht. Dass die Stadt bisher so gut durch die Krise gekommen sei, liege vor allem an den engagierten Bürgern insbesondere im medizinischen Bereich aber auch an allen anderen, die an „vorderster Front“ stünden, wie zum Beispiel die Kassiererin, der Straßenbahnfahrer oder die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

Burkhard Jung sah die Energiewende, die Verkehrswende und die steigenden Mieten als große Herausforderungen an die Zukunft, die gemeinsam gemeistert werden können. Nach einer kurzen Diskussion bat Dr. Reuschel die Mediziner Prof. Dr. Christoph Josten und Dr. Robert Jacob vom Leipziger Uniklinikum nach vorn. Als Dank für die schwere Arbeit der Mediziner und dem Krankenhauspersonal überreicht Gemeinsam für Leipzig an die Intensivstationen der Leipziger Krankenhäuser jeweils einen Präsentkorb mit 100 Leipziger Lerchen als Dank für deren schwere und aufopferungsvolle Arbeit während der Pandemie. Sie werden am kommenden Montag (31. Januar 2022) überreicht.

Laudator des Preisträgers der Leipziger Lerche 2021 war der ehemalige Hamburger Oberbürgermeister Klaus von Dohnanyi, der live aus seiner Heimatstadt zugeschaltet war. Dohnanyi hatte als Kind ein paar Jahre in Leipzig gelebt und war nach der Wende maßgeblich an der Entflechtung des TAKRAF-Kombinats beteiligt, aus dem die Kirow Ardelt GmbH neu gegründet wurde. Bereits damals hatte er mit Ludwig Koehne zusammengearbeitet. Der heutige Geschäftsführer war damals ein junger Ingenieur, der 1994 die Aufgabe übernahm, das Unternehmen mit neuen Produkten am Weltmarkt zu etablieren. Das sei ihm großartig gelungen, weshalb ihm der Preis mit Recht verliehen werde. Die Lerche, so Dohnanyi, sei ein Vogel der am Boden brütet, sich dann aber singend in die Lüfte aufschwingt – so sei die Entwicklung von Kirow Ardelt seit der Neugründung verlaufen. Ludwig Koehne bedankte sich für den Preis, betonte aber, dass er lediglich der Geschäftsführer des Unternehmens sei, dessen Erfolg ohne seinen engagierten Mitarbeitern nicht möglich wäre.

In seiner Dankesrede sprach Ludwig Koehne über die Begegnung mit Menschen, die ihn sehr beeindruckt haben. Unter ihnen der berühmte Architekt Oskar Niemeyer, der einen Teil des Kirow-Firmensitzes gestaltet hat. Nach einem kurzen Film, der eindrucksvoll die Montage eines Eisenbahnkrans zeigte, gratulierte Olaf Klose von der Sparkasse Leipzig dem Preisträger per Videoschalte. Die Preisverleihung der Leipziger Lerche endete mit der Hoffnung, dass im kommenden Jahr wieder alle Mitglieder von Gemeinsam für Leipzig in der LVZ-Kuppel feiern und das Online-Event nur eine sehr kurze Tradition hatte.

Niemand hätte gedacht, dass im vergangenen Jahr eine Tradition begründet wurde, die sich in diesem Jahr fortsetzt: ein Neujahrsempfang mit Preisverleihung, der online stattfindet. Die Pandemie macht es möglich. In diesem Jahr fand die Verleihung des Unternehmerpreises „Leipziger Lerche“, der bereits zum 17. Mal vergeben wird, erneut mit nur sehr wenigen Ehrengästen in der LVZ-Kuppel statt. Sie wurde live per Stream übertragen. Die Vereinsmitglieder konnten sie bequem zu Hause am Computer verfolgen.

Der Preisträger hat sowohl mit Technik als auch mit Tradition zu tun. Die Kirow Ardelt GmbH ist Weltmarktführer bei der Herstellung von Eisenbahnkränen und wurde bereits 1880 in der Messestadt gegründet. In seinem Grußwort stellte Dr. Mathias Reuschel, Präsident von Gemeinsam für Leipzig, fest, dass die Leipziger Unternehmer die Corona-Pandemie nicht nur angenommen sondern, zumindest zum Teil, auch bewältigt haben. So sei die Messestadt überraschend gut durch das Pandemiejahr 2021 gekommen. Sie konnte die höchsten Gewerbesteuereinnahmen seit der Wende verzeichnen und die Zahl der Arbeitslosen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 10% ab. Natürlich wird es auch nach der überstandenen Pandemie noch Probleme geben. Dr. Reuschel nannte hier insbesondere die steigenden Energiekosten und den Fachkräftemangel. Zu deren Lösung forderte er von den Politikern Sachpolitik und keine Parteipolitik. Die Unternehmer forderte er zum Handeln auf – gemeinsam für Leipzig.

Der sächsische Staatsminister für Wissenschaft, Sebastian Gemkow, machte sich in seinem Grußwort Sorgen um die Sicherheitslage in Europa und der Welt und deren Auswirkungen auf die sächsische Wirtschaft. Er hatte jedoch auch Grund für Zuversicht und Optimismus. Der Freistaat Sachsen soll zwei neue Forschungszentren bekommen, von denen eins in Leipzig entstehen soll. Anschließend beglückwünschte Oberbürgermeister Burkhard Jung den Verein Gemeinsam für Leipzig zu seinem 20jährigen Bestehen und dankte seinen Mitgliedern für deren Engagement. Er blickte auf das vergangene Jahr zurück, betonte, wie gut es trotz der Pandemie für Leipzig gelaufen sei und hoffte, dass es in diesem Jahr weiter nach vorn geht. Dass die Stadt bisher so gut durch die Krise gekommen sei, liege vor allem an den engagierten Bürgern insbesondere im medizinischen Bereich aber auch an allen anderen, die an „vorderster Front“ stünden, wie zum Beispiel die Kassiererin, der Straßenbahnfahrer oder die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

Burkhard Jung sah die Energiewende, die Verkehrswende und die steigenden Mieten als große Herausforderungen an die Zukunft, die gemeinsam gemeistert werden können. Nach einer kurzen Diskussion bat Dr. Reuschel die Mediziner Prof. Dr. Christoph Josten und Dr. Robert Jacob vom Leipziger Uniklinikum nach vorn. Als Dank für die schwere Arbeit der Mediziner und dem Krankenhauspersonal überreicht Gemeinsam für Leipzig an die Intensivstationen der Leipziger Krankenhäuser jeweils einen Präsentkorb mit 100 Leipziger Lerchen als Dank für deren schwere und aufopferungsvolle Arbeit während der Pandemie. Sie werden am kommenden Montag (31. Januar 2022) überreicht.

Laudator des Preisträgers der Leipziger Lerche 2021 war der ehemalige Hamburger Oberbürgermeister Klaus von Dohnanyi, der live aus seiner Heimatstadt zugeschaltet war. Dohnanyi hatte als Kind ein paar Jahre in Leipzig gelebt und war nach der Wende maßgeblich an der Entflechtung des TAKRAF-Kombinats beteiligt, aus dem die Kirow Ardelt GmbH neu gegründet wurde. Bereits damals hatte er mit Ludwig Koehne zusammengearbeitet. Der heutige Geschäftsführer war damals ein junger Ingenieur, der 1994 die Aufgabe übernahm, das Unternehmen mit neuen Produkten am Weltmarkt zu etablieren. Das sei ihm großartig gelungen, weshalb ihm der Preis mit Recht verliehen werde. Die Lerche, so Dohnanyi, sei ein Vogel der am Boden brütet, sich dann aber singend in die Lüfte aufschwingt – so sei die Entwicklung von Kirow Ardelt seit der Neugründung verlaufen. Ludwig Koehne bedankte sich für den Preis, betonte aber, dass er lediglich der Geschäftsführer des Unternehmens sei, dessen Erfolg ohne seinen engagierten Mitarbeitern nicht möglich wäre.

In seiner Dankesrede sprach Ludwig Koehne über die Begegnung mit Menschen, die ihn sehr beeindruckt haben. Unter ihnen der berühmte Architekt Oskar Niemeyer, der einen Teil des Kirow-Firmensitzes gestaltet hat. Nach einem kurzen Film, der eindrucksvoll die Montage eines Eisenbahnkrans zeigte, gratulierte Olaf Klose von der Sparkasse Leipzig dem Preisträger per Videoschalte. Die Preisverleihung der Leipziger Lerche endete mit der Hoffnung, dass im kommenden Jahr wieder alle Mitglieder von Gemeinsam für Leipzig in der LVZ-Kuppel feiern und das Online-Event nur eine sehr kurze Tradition hatte.

Wir danken unseren Preisstiftern

Impressionen 2022

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Leipziger Lerche – Der Preisträger 2021

LUDWIG KOEHNE, KIROW, Oscar Niemeyer und die Techne Sphere

Architektur als Markenbotschafter

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Foto: Margret Hoppe und Sebastian Stumpf

Leipzig leuchtet


Leipzig ist die schönste Stadt Deutschlands. Dass das so ist, ist der Verdienst aller Leipziger, die hier seit über 1000 Jahren gelebt und diese Stadt geprägt und weiterentwickelt haben. Das alte Rathaus, Johann Sebastian Bach und seine Kirche, die Altbausubstanz, der schöne große Clara Park mitten in der Stadt. Und nun, 100 Jahre nach Fertigstellung des Völkerschlachtdenkmals bekam Leipzig ein Wahrzeichen der Moderne. Oscar Niemeyer, der Architekt, der Brasilia entwarf, schenkte Leipzig die Niemeyer Sphere als Ode an und Aufruf zu einer lebenswerten Zukunft voller Freude und Gemeinsinn.
Mir ist es eine große Freude zu erleben, dass meine Firmen erkannt haben, wie wichtig es ist, auch die wirtschaftliche Bedeutung der kulturellen Dimension zu berücksichtigen. Die Kugel dient nicht nur dem Image der Firmen, sondern ist auch ein Beitrag für die Stadt als Zusammenklang schöner, belebter Orte. Die Himmelsguckersphere lässt uns in die Weiten der Wolken und Sterne gucken, das Schöne mit dem Rationalen, die Industrie mit der Kunst verbinden und den Blick hoffnungsfroh nach vorne richten.

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Foto: Hartmut Nägele


Zur Person


Der erste Besuch von Ludwig Koehne in Leipzig datiert auf den 04.12.89 anlässlich einer der letzten Montagsdemos. Ihn interessierte die Stunde der Freiheit, der historische Moment. Das Studium musste da zwangsläufig hintenanstehen.
1994 wurden die Kirow Werke an die Unternehmensgruppe Koehne privatisiert. Ludwig Koehne engagierte sich im Unternehmen und machte Kirow mit seinen exzellenten Ingenieuren und Facharbeitern in den folgenden 20 Jahren wieder zum Weltmarktführer für Eisenbahnkrane und auch zum Marktführer in Europa für neue Produkte wie Schlackentransporter und Weichenwagen.
In den vergangenen 12 Jahren begleitete er als Gesellschafter die Entwicklung des aus der IFTEC hervorgegangenen Straßenbahnherstellers HeiterBlick. Beide Firmen sind seit der jeweiligen Privatisierung auf dem inzwischen als „Techne Sphere“ bezeichneten Gelände beheimatet. Wahrzeichen der Techne Sphere ist der „Niemeyer Sphere“ genannte Kugelbau des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer. Der Kugelbau, welcher letztlich eine Erweiterung der Kantine darstellt, ermöglicht es dem Gastronomen Tibor Herzigkeit über den Kantinenbetrieb hinausgehend Event- und Restaurantbetrieb zu realisieren. Architektur, tolles Essen und gute Ausstellungen bilden den Rahmen für eine gedeihliche 
Entwicklung beider Betriebe – und das mitten in der Stadt.

Oscar Niemeyer – ein außergewöhlicher Mensch

techne-sphere-leipzig-sonnenuntergang

Foto: Diana Beringschmidt

Oscar Niemeyer - Modelle

Architekturmodelle „Ufo“ (Niteroi), Tanzpavillion und Kirche (Belo Horizonte) im Ausstellungsraum der Techne Sphere
Foto: Kai-Hendrik Windeler

Geboren 1907 in Rio De Janeiro, war er nicht nur ein wichtiger Erneuerer der Architekturmoderne, sondern vor allem ein großzügiger Mensch mit kommunistischem Parteibuch. Freundschaft und der Kampf für Freiheit und soziale Gerechtigkeit galten ihm stets mehr als seine Profession. Er rief bis zuletzt dazu auf, das Leben der einfachen Leute zu verbessern. Gerade aufgrund seines sozialen Engagements sind seine Gebäude mehr als außergewöhnliche, statisch aufregende Betonskulpturen. Seine Schöpfungen künden von einer gerechteren und fortschrittlichen Zukunft, in der die Schönheit eine wichtige, wenn nicht, wie in seinem Schaffen, die zentrale Rolle spielt. Wir in Leipzig können uns glücklich schätzen, dass Oscar Niemeyer die Niemeyer Sphere für Kirow entworfen hat. Ihm war klar, wie sehr er den Firmen mit diesem Entwurf helfen wird, ihr Image zu verbessern.

Jedoch ist ein Niemeyer Bau niemals nur eine interne Angelegenheit eines Auftraggebers. Er strahlt aus in die Welt und erfreut und bereichert die Stadt, in der er errichtet wurde. Als Ludwig Koehne Oscar Niemeyer traf, war er begeistert von der Idee, etwas Schönes mit der Zweckrationalität von Unternehmensarchitektur zu kontrastieren. Für Oscar Niemeyer ein zutiefst poetischer Gedanke. Wir verneigen uns vor Oscar Niemeyer, dem es gelang, dem Beton das Fliegen beizubringen und die Flamme der Freiheit in unseren Herzen wach zu halten.

Oscar Niemeyer war in seiner Jugend vor allem an Fußball und schönen Frauen interessiert. Der Besuch von Le Corbusier in Brasilien 1936 war ein Wendepunkt im Schaffen des jungen Architekten. Zusammen mit einer Gruppe gleichfalls vom Geist der Moderne inspirierter Kollegen überarbeiteten sie den Entwurf Corbusiers für das Bildungsministerium und setzten diesem eine eigenständige brasilianische Lösung entgegen. Noch heute ist dieses im Herzen von Rio De Janeiros befindliche Gebäude ein absolutes Highlight der brasilianischen Architektur.
Oscar Niemeyer machte sich kurz darauf einen Namen, in dem er eine Gruppe von Gebäuden um einen See in Belo Horizonte für den damaligen Staatschef Kubitschek entwarf. Das Besondere waren die fließenden, kurvigen Formen, insbesondere die gewölbten Dächer der Kirche und die geschwungene Form des Laubenganges des Tanzpavillions. Gemeinsam mit Corbusier entwarf er die Gebäude der Vereinten Nationen in New York.

Die Errichtung der neuen Hauptstadt Brasilia ist sein Haupt- und Meisterwerk. Auf einem Plateau im brasilianischen Hochland gelegen gelang es ihm, ein Ensemble zu kreieren, das in seiner Eleganz, repräsentativen Kraft und modernen Haltung unübertroffen ist. Ein Erlebnis der besonderen Art ist auch heute noch der Besuch der Kathedrale. Ein spektakulärer halbunterirdischer Rundbau mit einem Firmament aus teils blauen, teils grünen Überkopffenstern. Der direkte Draht nach oben, sozusagen.
Nach Ergreifung der Macht durch die Militärs in Brasilien ging Oscar Niemeyer ins Exil nach Europa. Gebäude für den italienischen Verlag Montadori in Mailand, die KP in Paris und der Bau der Universität von Algier fallen in diese Zeit.
Nach seiner Rückkehr nach Brasilien konnte er seine Arbeit in Brasilia fortführen und diverse Gebäude ergänzen. Zudem machte er mit den spektakulären, auf schmalen Türmen basierenden Museumsbauten für Niteroi „das Ufo“ und Curritiba „das Auge“ von sich reden.
Oscar Niemeyer hat sich bis zuletzt gesellschaftlich engagiert. Seine Anregungen für die Formen seiner Gebäude bezog er aus der Natur. Besonders hervorzuheben sind hier die Berge, die tropischen Pflanzen, aber vor allem anderen die Formen der schönen Frauen. Er war ein Künstler und Freigeist. Das Bauhaus war ihm stets supekt.

Wir danken unseren Goldpartnern

Wie und wann entstand die Idee zu der finalen Figur?

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Wer war daran beteiligt?

Soweit ich weiß, war es Klaus F. Delwig, der den Leipziger Bildhauer Hartmut Klopsch um eine Idee für die Lerche bat. Die Gestaltung des Preises entwickelte sich im intensiven Austausch im Atelier des Bildhauers.

Gemeinsam für Leipzig e.V. – Preis

Welche Gedanken stecken hinter der Figur und auch dem Arbeitsprozess?

In den Arbeiten von Hartmut Klopsch finden sich oft Anspielungen auf Mythen. Bei der Leipziger Lerche ist es der geflügelte Helm von Hermes, dem Schutzgott der Kaufleute, dem Glücksbringer, der auch dem Leipziger Unternehmertum Schutz gewähren soll. Hier thront er auf einer Messingkugel, die die Leipziger Lerche umschließt, dem traditionellen Leipziger Gebäck, dessen Entstehungsgeschichte durchaus als Symbol für den Erfindergeist des Leipziger Unternehmertums verstanden werden kann.

Wie sind Sie auf das Material gekommen – warum Bronze?

Genau genommen ist die Skulptur eine Collage aus Messing und Bronze. Die Kugel ist aus Messing, die Lerche und der Helm sind aus Bronze. Für mich verbindet die Bronze wie kaum ein anderes Material die Möglichkeit einer detaillierten Wiedergabe des Entwurfs mit Wertigkeit und Haltbarkeit. Der eigentliche Gestaltungsvorgang erfolgte in Ton, der nun den Abguss in Bronze zur Folge hat.

Leipziger Lerche Preis – Teil oben

Welche Schwierigkeiten verbergen sich im handwerklichen Part?

In den drei Jahren bevor mir Hartmut Klopsch die Herstellung der Lerche anvertraute, durfte ich den Entstehungsprozess begleiten. Dabei konnte ich viel mit meinen Augen lernen und bekam einige Kniffe zu Ohren. Rein handwerklich hatte ich keine Bedenken und das kalte Wasser war nicht tief, da alle Protagonisten, die zur Entstehung der Plastik beitragen, weiterhin zur Verfügung stehen.

Preis

Wie schwer ist unsere „Lerche“?

„Unsere“ Lerche ist ein Stück schwerer als die feine Backspezialität vom Konditor nebenan. Sie wird jährlich einmal für immer „gebacken“ und ist nahezu unverderblich. Jedem Preisträger werden die 1500 Gramm Auszeichnung stattlich vorkommen, da auch der massive göttliche Botenhelm und sein Gegengewicht im Inneren der unteren Halbkugel zur Gesamtmasse beitragen.

Erklären Sie uns bitte die verschiedenen Arbeitsschritte.

In meinem Atelier beginne ich mindestens sechs Monate vor Übergabe der Lerche mit der Arbeit. Nach den Vorlagen von Hartmut Klopsch stelle ich zunächst die Wachsmodelle her. In der Bronzebildgießerei Noack werden die Bronzen dann hergestellt, ziseliert und patiniert. Zeitgleich wird die Kugel in der Wurzner Metalldrückerei Müller in Messingblech gedrückt. Sobald diese Vorarbeit geleistet wurde, montiere ich die Bronzen, koloriere den Innenraum des Deckels, setze das Gegengewicht ein, befestige die Plakette mit der Jahreszahl und baue selbstverständlich alle Jahre neu die hölzerne Transportkiste.

Peter Wuttke erklärt die Gussfor, für die Leipziger Lerche

Peter Wuttke – wer ist das?

Peter Wuttke ist in Leipzig geboren, mittlerweile Familienvater, gelernter Steinmetz und Steinbildhauer, der mit frühem Interesse an künstlerischer Gestaltung später in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studierte und seinen Meisterschüler als Maler und Grafiker machte. Zurück in Leipzig bahnte er sich den Weg in die freischaffende Selbstständigkeit als Künstler. Ihn reizt die Arbeit mit den Händen, gern im Freien mit verschiedensten Mitteln und Materialien.

Was ist Ihr Traum als Künstler – wo, oder für wen oder was möchten Sie (be-)arbeiten?

Ich stehe mit mindestens zwei Beinen im Leben und bin meiner Wirklichkeit näher als den Träumen. Daher ist mir mehr an einem fried- und respektvollem Umgang in der Gemeinschaft gelegen, als einer Utopie anzuhängen. Ich mag es, in den sich ergebenden Freiräumen mit meinen Mitteln zu agieren. In Kunst und Handwerk, Gestaltung und Unsinn bahnen sie sich ihren Weg in eine Idee, ein Bild, eine Skulptur. In mir gibt es eine gewisse Neugier, auch auf Ideen, die an mich herangetragen werden und die darauf warten, umgesetzt zu werden. Da kann ich mich quasi als Geburtshelfer einbringen.

* Fotos: Gustav Franz

Wer war daran beteiligt?

Soweit ich weiß, war es Klaus F. Delwig, der den Leipziger Bildhauer Hartmut Klopsch um eine Idee für die Lerche bat. Die Gestaltung des Preises entwickelte sich im intensiven Austausch im Atelier des Bildhauers.

Gemeinsam für Leipzig e.V. – Preis

Welche Gedanken stecken hinter der Figur und auch dem Arbeitsprozess?

In den Arbeiten von Hartmut Klopsch finden sich oft Anspielungen auf Mythen. Bei der Leipziger Lerche ist es der geflügelte Helm von Hermes, dem Schutzgott der Kaufleute, dem Glücksbringer, der auch dem Leipziger Unternehmertum Schutz gewähren soll. Hier thront er auf einer Messingkugel, die die Leipziger Lerche umschließt, dem traditionellen Leipziger Gebäck, dessen Entstehungsgeschichte durchaus als Symbol für den Erfindergeist des Leipziger Unternehmertums verstanden werden kann.

Wie sind Sie auf das Material gekommen – warum Bronze?

Genau genommen ist die Skulptur eine Collage aus Messing und Bronze. Die Kugel ist aus Messing, die Lerche und der Helm sind aus Bronze. Für mich verbindet die Bronze wie kaum ein anderes Material die Möglichkeit einer detaillierten Wiedergabe des Entwurfs mit Wertigkeit und Haltbarkeit. Der eigentliche
Gestaltungsvorgang erfolgte in Ton, der nun den Abguss in Bronze zur Folge hat.

Leipziger Lerche Preis – Teil oben

Welche Schwierigkeiten verbergen sich im handwerklichen Part?

In den drei Jahren bevor mir Hartmut Klopsch die Herstellung der Lerche anvertraute, durfte ich den Entstehungsprozess begleiten. Dabei konnte ich viel mit meinen Augen lernen und bekam einige Kniffe zu Ohren. Rein handwerklich hatte ich keine Bedenken und das kalte Wasser war nicht tief, da alle Protagonisten, die zur Entstehung der Plastik beitragen, weiterhin zur Verfügung stehen.

Preis

Wie schwer ist unsere „Lerche“?

„Unsere“ Lerche ist ein Stück schwerer als die feine Backspezialität vom Konditor nebenan. Sie wird jährlich einmal für immer „gebacken“ und ist nahezu unverderblich. Jedem Preisträger werden die 1500 Gramm Auszeichnung stattlich vorkommen, da auch der massive göttliche Botenhelm und sein Gegengewicht im Inneren der unteren Halbkugel zur Gesamtmasse beitragen.

Erklären Sie uns bitte die verschiedenen Arbeitsschritte.

In meinem Atelier beginne ich mindestens sechs Monate vor Übergabe der Lerche mit der Arbeit. Nach den Vorlagen von Hartmut Klopsch stelle ich zunächst die Wachsmodelle her. In der Bronzebildgießerei Noack werden die Bronzen dann hergestellt, ziseliert und patiniert. Zeitgleich wird die Kugel in der Wurzner Metalldrückerei Müller in Messingblech gedrückt. Sobald diese Vorarbeit geleistet wurde, montiere ich die Bronzen, koloriere den Innenraum des Deckels, setze das Gegengewicht ein, befestige die Plakette mit der Jahreszahl und baue selbstverständlich alle Jahre neu die hölzerne Transportkiste.

Peter Wuttke erklärt die Gussfor, für die Leipziger Lerche

Peter Wuttke – wer ist das?

Peter Wuttke ist in Leipzig geboren, mittlerweile Familienvater, gelernter Steinmetz und Steinbildhauer, der mit frühem Interesse an künstlerischer Gestaltung später in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studierte und seinen Meisterschüler als Maler und Grafiker machte. Zurück in Leipzig bahnte er sich den Weg in die freischaffende Selbstständigkeit als Künstler. Ihn reizt die Arbeit mit den Händen, gern im Freien mit verschiedensten Mitteln und Materialien.

Was ist Ihr Traum als Künstler – wo, oder für wen oder was möchten Sie (be-)arbeiten?

Ich stehe mit mindestens zwei Beinen im Leben und bin meiner Wirklichkeit näher als den Träumen. Daher ist mir mehr an einem fried- und respektvollem Umgang in der Gemeinschaft gelegen, als einer Utopie anzuhängen. Ich mag es, in den sich ergebenden Freiräumen mit meinen Mitteln zu agieren. In Kunst und Handwerk, Gestaltung und Unsinn bahnen sie sich ihren Weg in eine Idee, ein Bild, eine Skulptur. In mir gibt es eine gewisse Neugier, auch auf Ideen, die an mich herangetragen werden und die darauf warten, umgesetzt zu werden. Da kann ich mich quasi als Geburtshelfer einbringen.

* Fotos: Gustav Franz

Aktion Uniklinik

Wir freuen uns über die symbolische Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen durch das Geschenk in Form von hunderten Leipziger Lerchen durch den Verein „Gemeinsam für Leipzig“. Wir als Universitätsklinikum wurden in nunmehr fast zwei Jahren Pandemie enorm gefordert und werden es nach wie vor. Da tut es gut zu wissen, dass unser Einsatz gesehen und gewürdigt wird mit einer kleinen Geste, die uns den Alltag ein wenig versüßen soll.  

Prof. Dr. Josten

Prof. Dr. med. Christoph Josten

Prof. Dr. med. habil. Christoph Josten

Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig

  • Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie
    Zusatzbezeichnungen: Notarzt, Chirurgische Intensivmedizin, Handchirurgie, Physikalische Medizin
  • 1997 – 2014: Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am UKL
  • 2014 – 2019: Geschäftsführender Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie und Bereichsleiter Unfallchirurgie
  • 2018 – 2019: Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
Dr. Robert Jacob

Dr. Robert Jacob

​Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig

  • Diplom in Volkswirtschaftslehre, Promotion in Sozialpsychologie
  • 2007 – 2013: Unternehmensberater bei McKinsey & Company
  • 2014 – 2016: Leiter des Fakultätscontrolling sowie Kaufmännischer Leiter der Medizinischen Fakultät der Charité in Berlin
  • 2016 – 2019: Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenscontrolling an der Charité in Berlin

Wir danken unseren Silberpartnern

Die Preisträger im Überblick

17 Jahre Leipziger Lerche 2005 – 2021

2021

LUDWIG KOEHNE
KIROW, Oscar Niemeyer und die Techne Sphere

2020

Leipzgier Lerche für 2020

Das DHL HUB Leipzig

2019

Siegfried Bülow
ehemaliger Porsche-Chef Leipzig

2018

Prof. Friedrich-Wilhelm Mohr
Ärztlicher Direktor a.D. Herzzentrum

2017

SC DHfK
Bundesliga Handballmannschaft Männer

2016

Arnulf Eichhorn
Organisator der Lachmesse

2015

Gewandhausorchester

2014

nextbike GmbH
Fahrradverleih

2013

BMW Werk Leipzig

2012

RB Leipzig
Fußballverein

2011

Prof. Dr. Siegfried Lokatis
Zeithistoriker

2010

Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoo Leipzig

2009

Neo Rauch
Maler

2008

Bernd-Lutz Lange
Kabarettist

2007

Saxonia Media
Filmproduktionsgesellschaft

2006

Die Prinzen
Musikgruppe

2005

Wolfgang Tiefensee
Oberbürgermeister (1998 – 2005)

Wir danken unseren Bronzepartnern

Leipziger Lerche – Inside

Ein- und Rückblicke von Klaus F. Delwig
Wie kam gemeinsam für Leipzig auf die Leipziger Lerche

Blicken wir zurück in die Zeit, in der GfL gegründet wurde. Viele der Gründungsmitglieder haben die Olympiabewerbung Leipzigs aktiv begleitet. Erwacht aus diesem schönen Traum, wollten wir den Schwung, der aus dem Erfolg im nationalen Vorausscheid entstanden war, nicht abebben lassen. Unsere Stadt hat unternehmerischem Engagement unserer Vorfahren viel zu verdanken. Daran anzuknüpfen galt es seinerzeit und gilt es auch künftig. Initiative sowie Engagement herauszuheben und zu belohnen war unser Ziel.
Manche Preisverleihung hinterlassen ein schalen Beigeschmack. Mal hat man den Eindruck, der Veranstalter wählt prominente Personen aus, um sich in ihrem Glanz zu sonnen. Mal glaubt man, Leistungen und Erfolge müssen erst erfunden werden, um jemanden einen Gefallen zu tun. Glaubwürdig und überzeugend sollte die Auswahl der Preisträger sein. Um dies zu gewährleisten ist das Besondere an der Leipziger Lerche, dass die Preisträger aus unabhängiger, wohlmeinender und distanzierter Sicht ausgewählt werden. Wer in Aachen, Houston, Köln oder anderswo im Zusammenhang mit unserer schönen Stadt durch herausragende Leistung aufgefallen ist, hat sich unsere Auszeichnung verdient!

So ist auch in diesem Jahr wieder eine überzeugende Auswahl zu Stande kommen – gewählt durch eine unabhängige Jury.

Blicken wir zurück in die Zeit, in der GfL gegründet wurde. Viele der Gründungsmitglieder haben die Olympiabewerbung Leipzigs aktiv begleitet. Erwacht aus diesem schönen Traum, wollten wir den Schwung, der aus dem Erfolg im nationalen Vorausscheid entstanden war, nicht abebben lassen. Unsere Stadt hat unternehmerischem Engagement unserer Vorfahren viel zu verdanken. Daran anzuknüpfen galt es seinerzeit und gilt es auch künftig. Initiative sowie Engagement herauszuheben und zu belohnen war unser Ziel.
Manche Preisverleihung hinterlassen ein schalen Beigeschmack. Mal hat man den Eindruck, der Veranstalter wählt prominente Personen aus, um sich in ihrem Glanz zu sonnen. Mal glaubt man, Leistungen und Erfolge müssen erst erfunden werden, um jemanden einen Gefallen zu tun.
Glaubwürdig und überzeugend sollte die Auswahl der Preisträger sein. Um dies zu gewährleisten ist das Besondere an der Leipziger Lerche, dass die Preisträger aus unabhängiger, wohlmeinender und distanzierter Sicht ausgewählt werden. Wer in Aachen, Houston, Köln oder anderswo im Zusammenhang mit unserer schönen Stadt durch herausragende Leistung aufgefallen ist, hat sich unsere Auszeichnung verdient!
So ist auch in diesem Jahr wieder eine überzeugende Auswahl zu Stande kommen – gewählt durch eine unabhängige Jury.

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